Modelle des Zusammenwirkens von Kirche und Staat ausgehend von den Toleranzedikten des Kaisers Konstantin bis in die Gegenwart

Freitag, 10. Oktober 2014, 20.00 Uhr


Aula des Progymnasiums Tailfingen

Wolfsgrubenstraße 60


Referent: Thomas Zmija von Gojan MA, PhD


Orthodoxer Theologe und Osteuropa-Historiker


Vor 1700 Jahren hat Kaiser Konstantin in Mailand ein Religionsedikt erlassen, durch welches das Christentum anerkannt und den übrigen Kulten im römischen Imperium gleichgestellt wurde. Dadurch kam es zu einer umfassenden Neuorientierung
in der Religionspolitik. Durch das konstantinische  Edikt wurde zum ersten Mal ein Toleranzprinzip eingeführt, das über eine bloße Duldung hinausgeht, aber mit dem modernen Toleranzbegriff noch nichts zu tun hat.
Mit einem Schwerpunkt auf der Geschichte des Ediktes will der Vortrag die Entwicklung des Toleranzgedankens hin zum heutigen Prinzip der allgemeinen Religionsfreiheit und die damit verbundene Entwicklung zum modernen Staats- Kirchen- Verhältnisses in Ost und West beleuchten.